Interview mit Kevin

"Ich unterstütze Kinder in ihrer persönlichen Entwicklung und freue mich jeden Morgen auf strahlende Kinderaugen."

Kevin, 25 Jahre, Erzieher

Ich glaube, dass ich durchaus schätzenswerte Charaktereigenschaften besitze, mich jedoch als guten Menschen zu bezeichnen fände ich anmaßend.

"Gut" zu sein bedeutet für mich den Menschen in meiner Umgebung und darüber hinaus zu helfen und sie zu unterstützen.

Mein Glaube gibt mir Vorbilder, Regeln und Beispiele für "gutes" Verhalten vor. Ebenso prägt er meine Definition der Begrifflichkeit des "Gut-sein“.

Durch meinen Beruf und meine ehrenamtliche Arbeit habe ich entdeckt wie viel Freude es mir bereitet anderen Menschen zu helfen. Ich persönlich sehe diese Aktivitäten als gut an, finde es jedoch schwer mich als "guten" Menschen darzustellen.

Gemeinschaft und Kirchengemeinde geben mir auf der einen Seite die Möglichkeit, die von mir als "gut" definierten Aktivitäten zu unternehmen. Andererseits erhalte ich durch die Gemeinschaft sowie durch die Kirchengemeinde eine Fremdreflexion meines eigenen Verhaltens und meiner Ansichten.

In meinem Berufsleben ist es einfach wundervoll in den Kita-Alltag zu starten und von strahlenden und freudigen Kindern begrüßt zu werden. Die permanente Entwicklung der Kinder zu sehen und zu unterstützen ist für mich ein persönliches Highlight. All diese Momente sind der Grund dafür, dass ich jeden Morgen mit Freude und einem guten Gefühl in den Arbeitstag starte.

Schwieriger wird es, wenn diese meinen eigenen Moralvorstellungen und Ansichten vollkommen widersprechen. Natürlich hilft man wo man kann, aber das sind Momente wo es schwerer fällt ein guter Mensch zu sein.

Ich glaube, dass es sehr wichtig ist seinen eigenen Vorstellungen von Moral und Anstand zu folgen. Diese können und sollten mit anderen reflektieren werden, dennoch nicht von diesen gelenkt werden.

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